EBT im Tal Studio

EMDR basierte Traumatherapie – Coaching

bei Phobien, Angstzuständen, Panikattacken und belastenden Erfahrungen

Manche Ängste lassen sich mit dem Verstand gut erklären und sind trotzdem plötzlich da. Das Herz schlägt schneller, die Atmung verändert sich, der Körper spannt sich an oder möchte aus einer Situation fliehen. Vielleicht vermeidest du bestimmte Orte, Tiere, Untersuchungen oder Situationen, obwohl du weißt, dass die Reaktion stärker ist, als du es dir wünschst.

Auch belastende Erfahrungen können noch lange nachwirken. Eine Erinnerung, ein Geräusch, ein Geruch oder eine ähnliche Situation kann genügen, damit der Körper erneut in Alarmbereitschaft gerät.

EBT steht für EMDR-basierte Traumatherapie und ist eine Weiterentwicklung der EMDR-Methode. Die Begleitung kann dabei unterstützen, belastende Reaktionen behutsam zu bearbeiten und positive Gefühle, persönliche Ressourcen und innere Sicherheit gezielt zu stärken.

Wenn das Nervensystem noch Gefahr meldet

Angst ist zunächst eine wichtige Schutzreaktion. Sie hilft uns, Gefahren schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. Manchmal reagiert das Nervensystem jedoch auch dann noch mit Alarm, wenn die ursprüngliche Gefahr längst vorbei ist oder eine Situation objektiv nicht bedrohlich ist.

Das kann sich sehr unterschiedlich zeigen:

  • Herzklopfen, Zittern oder Schweißausbrüche
  • Engegefühl, Atemnot oder Schwindel
  • starke innere Unruhe oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
  • Vermeidung bestimmter Situationen
  • wiederkehrende belastende Bilder, Erinnerungen oder Körpergefühle
  • Panikreaktionen, obwohl keine unmittelbare Gefahr besteht

Diese Reaktionen sind nicht einfach nur „im Kopf“. Sie entstehen aus dem Zusammenspiel von Körper, Gehirn, Erinnerungen und dem autonomen Nervensystem.

Was geschieht bei Angst und belastenden Erinnerungen im Gehirn?

Unser Gehirn verarbeitet Erfahrungen nicht nur als sachliche Geschichten. Es speichert auch Gefühle, Körperempfindungen, Bilder, Geräusche und die Einschätzung, ob etwas gefährlich oder sicher war.

Bei sehr belastenden Erfahrungen kann es geschehen, dass eine Erinnerung nicht ausreichend als vergangen eingeordnet wird. Bestimmte Auslöser können dann erneut eine starke Alarmreaktion aktivieren, obwohl die betroffene Person im Hier und Jetzt sicher ist.

Vereinfacht beschrieben arbeiten dabei verschiedene Bereiche des Gehirns zusammen:

Die Amygdala ist an der schnellen Bewertung von Gefahr und an emotionalen Reaktionen beteiligt. Sie kann eine Alarmreaktion auslösen, bevor der Verstand eine Situation vollständig geprüft hat.

Der Hippocampus hilft dabei, Erinnerungen zeitlich und räumlich einzuordnen. Er unterstützt uns darin, zu erkennen: „Das war damals und geschieht nicht gerade erneut.“

Bereiche des präfrontalen Kortex sind unter anderem daran beteiligt, Situationen bewusst einzuschätzen, Gefühle zu regulieren und neue Informationen einzuordnen.

Bei starker Angst oder traumatischer Belastung kann dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht geraten. Der Körper reagiert dann, als wäre die Gefahr noch gegenwärtig.

Wie kann EBT die Verarbeitung unterstützen?

EBT nutzt eine EMDR-basierte Vorgehensweise. Während eine belastende Erinnerung, Vorstellung oder Reaktion vorsichtig aktiviert wird, kommt eine bilaterale Stimulation zum Einsatz. Dabei werden beide Seiten des Gehirns abwechselnd angesprochen.

Eine wissenschaftlich untersuchte Erklärung für die Wirkung von EMDR ist das Arbeitsgedächtnismodell: Wenn eine belastende Erinnerung und eine zusätzliche Aufgabe gleichzeitig Aufmerksamkeit benötigen, wird das Arbeitsgedächtnis beansprucht. Dadurch kann die Erinnerung mit der Zeit weniger lebhaft, weniger unmittelbar und emotional weniger überwältigend erlebt werden.

Die Erinnerung wird dabei nicht gelöscht. Das Ziel ist vielmehr, dass sie besser als vergangene Erfahrung eingeordnet werden kann und im heutigen Alltag weniger starke Reaktionen auslöst.

Da die genaue Wirkweise von EMDR noch weiter erforscht wird, versteht sich diese Erklärung als ein vereinfachtes Modell und nicht als vollständige Beschreibung aller beteiligten Prozesse.

Wann kann EBT unterstützend sein?

EBT kann eine hilfreiche Begleitung sein bei:

  • Phobien, zum Beispiel Angst vor Tieren, Spritzen, engen Räumen oder bestimmten Situationen
  • Angstzuständen und starken körperlichen Angstreaktionen
  • Panikattacken
  • belastenden Erinnerungen oder traumatischen Erfahrungen
  • wiederkehrenden inneren Bildern, Gefühlen oder Körperreaktionen
  • dem Wunsch, Selbstvertrauen, Ruhe und innere Sicherheit zu stärken

Positives verankern

EBT kann nicht nur bei belastenden Themen eingesetzt werden. Auch positive Gefühle und stärkende innere Bilder können gezielt aktiviert und gefestigt werden.

Das kann hilfreich sein, wenn du mehr Ruhe, Mut, Selbstvertrauen oder innere Sicherheit in deinen Alltag mitnehmen möchtest. Eine positive Verankerung kann das Nervensystem dabei unterstützen, Sicherheit nicht nur gedanklich zu verstehen, sondern auch körperlich und emotional besser wahrzunehmen.

Wie läuft eine EBT-Begleitung ab?

Zu Beginn besprechen wir in Ruhe, was dich belastet und was du dir für die Begleitung wünschst. Du musst nicht jedes Detail erzählen und entscheidest selbst, wie viel du mitteilen möchtest.

Während der gesamten Begleitung stehen deine persönlichen Grenzen, dein Tempo und dein Gefühl von Sicherheit im Mittelpunkt. Gemeinsam schauen wir, welche belastenden Reaktionen bearbeitet und welche positiven Ressourcen gestärkt werden sollen.

EBT im Tal Studio

Im Tal Studio wird EBT als unterstützende Methode im Rahmen einer individuellen Begleitung angeboten. Vor dem ersten Termin besprechen wir gemeinsam, ob das Angebot zu deinem Anliegen passt.

EBT ersetzt keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken, schweren Traumafolgestörungen oder anderen behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Fachpersonen oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Du möchtest wissen, ob EBT für dein Thema geeignet sein könnte?
Dann vereinbare gern ein unverbindliches Erstgespräch.

Kontakt: kontakt@tal-studio.de


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EBT (EMDR-basierte Traumatherapie) ist eine Weiterentwicklung der EMDR-Methode. ideal bei Phobien, Panikattacken und belastenden Erfahrungen.